Die Entwicklung in Europa
Als in den 50ern der Grundstein für die heutige EU gelegt wurde, konnte noch keiner ahnen, welche Ausmaße dieses Gebilde annehmen wird. Damals gründeten sechs Staaten die damalige Europäische Gemeinschaft mit dem Ziel, durch wirtschaftliche Kooperation eine erneute militärische Auseinandersetzung zu vermeiden. Somit resultiert der europäische Grundgedanke also den Bestrebungen für dauerhaften Frieden auf dem Kontinent.
Die eigentliche EU wurde jedoch erst 1992 durch den Maastrichter Vertrag gegründet und umfasste erstmals auch nichtwirtschaftliche Bereiche. Ziel war und ist es, die Grundzüge von Recht und Sicherheit in der EU auf gleiche Maße für alle Mitgliedsstaaten einzuführen.
Durch Einführung der gemeinsamen Währung und der planmäßigen Osterweiterung wurden somit die ersten Schritte für ein gemeinsames und demokratisches Europa eingeleitet. Inzwischen stellt die EU den weltweit größten Binnenmarkt aus mehreren Staaten zusammen und entwickelt sich immer mehr zu einem der einflussreichsten Bündnisse. Die Währung des Euros hat in seiner Wertigkeit den US-Dollar längst überflügelt und somit die bisherige Währungsordnung auf den Kopf gestellt.
Dennoch ist die Europäische Union nicht gänzlich unumstritten. Neben anderen Nationen, die einen zu großen Einfluss des Bündnisses befürchten, werden auch innerhalb der Mitgliedsstaaten vermehrt Abwehrhaltungen der Bürger spürbar. Neben teilweise unsinnigen Regelungen (z.B. die Normierungswut) befürchten immer mehr einen negativen Einfluss auf das nationale Recht. Inzwischen ist das Gebiet des Rechts von einer Vielzahl von europäischen Verträgen, Beschlüssen und Richtlinien umgeben, so dass oftmals eine Entscheidung im Sinne der nationalen Interessen nicht mehr möglich ist. Auch sorgen eben diese europäischen Regelungen vermehrt für widersinnige Kompromisslösungen, um möglichst allen Mitgliedsstaaten gerecht zu werden.
Doch ebenso bringt insbesondere die Schaffung des Schengen-Raums viele Vorzüge mit sich. Reisen sind problemlos möglich, Visa-Verfahren innerhalb der Mitgliedsstaaten nicht mehr erforderlich.
Autor: Studi
Dieser Autor hat bisher 58 Artikel veröffentlicht. Bald erhalten Sie weitere Informationen zu diesem Autor.