Browsergames sind ein modernes Freizeitvergnügen
Noch vor der Jahrtausendwende waren Browsergames nur wenigen Internetsurfern ein Begriff. Diese Art der Onlinespiele führte ein regelrechtes Nischendasein und wurde kaum von der Masse beachtet. Auf Basis einfacher HTML-Dateien erschufen Hobby-Entwickler damals simple rundenbasierte Minispiele, in denen der Nutzer in immer gleicher Form einfache Aufgaben erfüllen musste. Browsergames waren meist sehr textbasiert und boten nur wenige Grafiken zur Abrundung des Spiels an.
Im Laufe der Zeit entwickelten einige Fans von Onlinespielen allerdings immer bessere Titel, die auch für einen breiteren Markt tauglich waren. Mit der Verbreitung von schnellen DSL-Anschlüssen konnte auch die Grafik aufwendiger sein, ohne dass es zu langen Ladezeiten beim Spieler kam. Browsergames erschlossen mit ihren simplifizierten Bedienungskonzepten neue Teilnehmerkreise und gewannen so auch das Interesse der Wirtschaft. Es dauerte nicht lange, bis die ersten Entwicklerteams professionell neue virtuelle Welten erschufen. Die Verbreitung neuer Browsergames erledigen die Nutzer meist von alleine. Gerade in Zeiten von Web2.0 und wachsender Vernetzung von Medien und Menschen ist schnell ein Blogeintrag oder ein Forenthema zu dem neuesten Hobby verfasst.
Heute kann eine einfache Browsergames Liste kaum noch das umfangreiche Angebot auf dem Markt einfangen. Insbesondere Strategie- und Rollenspiele begeistern tausende von Nutzern auf aller Welt. Das Geheimnis liegt natürlich auch in dem einfachen Spieleinstieg. Nach einer Anmeldung kann sich jeder sofort in sein Abenteuer stürzen. Egal ob als Feldherr im zweiten Weltkrieg oder Gladiator in der Antike, die Grenzen sind quasi unbegrenzt und werden nur von der Fantasie der Entwickler bedingt. Auch unterwegs lässt sich schnell noch der aktuelle Status des eigenen Browsergames überprüfen, denn ein Zugriff ist quasi von jedem internetfähigen Computer möglich. Typische Installationen und physische Datenträger, die man von handelsüblichen Videospielen kennt, entfallen vollkommen.
Ganz ehrgeizige Spieler bezahlen sogar echtes Geld, um ihren Charakter im Spiel mit besseren Gegenständen ausrüsten zu können. Kaum ein Spiel aus einer Browsergames Top 10 bietet nicht diesen optionalen Service an. Auf diesem basiert auch die grundsätzliche Marktidee professioneller Onlinespiele. Mit den Investitionen einiger weniger Nutzer wird der kostenlose Zugang für die breite Masse gewährleistet und die Entwickler letztlich bezahlt. Auch in Zukunft werden Browsergames noch ein interessantes Spiele-Genre bleiben, welches eine gelungene Alternative zu den bisher dominierenden Computerspielen darstellt.
Autor: tschmidt
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