Die Gründerpersönlichkeit im Businessplan darstellen

Sowohl für das Arbeitsamt als auch für die Bank ist es notwendig, sich selbst darzustellen. Diese Darstellung kann für die Arbeitsagentur etwas weniger ausführlich ausgearbeitet werden als für die Bank. Für die Bank ist es von großer Wichtigkeit, dass nicht nur Ihr Vorhaben überzeugend ist, sondern auch Sie selbst. In beiden Fällen ist ein Lebenslauf und das Aufzeigen von Qualifikationen, Motivation für die Existenzgründung und Schwachpunkten angebracht.

Der Lebenslauf für das Arbeitsamt sollte die in Lebensläufen üblichen Daten enthalten – diese können allerdings etwas zusammengefasst werden. Es ist nicht sinnvoll, jede Tätigkeit im Laufe Ihres Berufs- und Ausbildungslebens detailliert zu beschreiben. Dies gilt auch für die Bank. Sollten Sie Ihren Businessplan für eine Bank formulieren, so beschreiben Sie solche Tätigkeiten ausführlich, die für Ihre Existenzgründung relevant sind. Es geht darum, zu zeigen, dass Ihre Erfahrungen Ihnen helfen werden, als Unternehmer/Unternehmerin zu bestehen. Fassen Sie irrelevante Punkte in Ihrem Lebenslauf stark zusammen oder lassen Sie diese unter Umständen sogar ganz weg.
Für Arbeits- oder Ausbildungszeugnisse gilt sowohl für die Bank als auch für das Arbeitsamt: Zeigen Sie nur relevante Unterlagen. Ein Arbeitszeugnis, das zehn Jahre alt ist und nichts mit Ihrer geplanten Selbstständigkeit zu tun hat, sollten Sie besser „unter den Tisch fallen lassen“. Der in Bewerbungen häufig geforderte lückenlose Nachweis Ihres Berufslebens ist nicht erforderlich. Ihre Zeugnisse, Teilnahmebescheingungen von Seminaren oder ähnliches gehören in den Anhang des Businessplanes.
In den Lebenslauf für die Bank gehört neben persönlichen Daten und Ihrem Werdegang immer auch die Angabe von Kenntnissen und Fähigkeiten. Beschränken Sie sich hierbei auf solche Kenntnisse und Fähigkeiten, die für Ihre Selbstständigkeit hilfreich sind. Sollten Ihnen wichtige Punkte fehlen – also haben Sie beispielsweise keinerlei betriebswirtschaftlichen Kenntnisse – so geben Sie an, wie Sie diese Schwachpunkte ausgleichen wollen (z.B. durch Schulungen oder Seminare). Sie können auch angeben, dass Sie zum Füllen der Lücke einen Berater oder eine Beraterin beauftragen werden. Auch wenn es vielen Gründern/Gründerinnen nicht gefällt: Es wird Wert darauf gelegt, dass Sie glaubhaft versichern können, als Unternehmer/Unternehmerin bestehen zu können. Dazu gehört auch, dass Sie sich auf Ihre Kompetenzen konzentrieren und andere Kompetenzen „aus der Hand geben“. Alles selbst machen zu wollen, ist in manchen Fällen nicht wirklich glaubwürdig.
Es ist auch sinnvoll, ein paar Worte über Ihre Motivation zur Existenzgründung mitzuteilen. Warum wollen Sie sich selbstständig machen? Das ist eine interessante und wichtige Frage, die Sie im Businessplan kurz und prägnant beantworten sollten. Wenn Sie Ihre Person im Businessplan gut beschreiben und verdeutlichen können, dass Sie genau die Richtige Person für die geplante Existenzgründung sind, bringt Sie das Ihrem Ziel einen grossen Schritt näher.

Autor/in:  Andrea Delp, info(at)amaveo.de

Ähnliche Artikel:

  1. Heutzutage wird der Gang in die eigene Firma stets immer öfter.
  2. Kriterien für eine Standortanalyse
  3. Franchise als richtig gute Idee für die Existenzgründung in Deutschland

Informationen zum Autor amaveo:

Von
Website:
Email: info (at) amaveo.de

Weitere Angaben zum Autor:
2009-11-26

Die 5 aktuellsten Artikel:

Die 5 beliebtesten Artikel der letzten 6 Monate: